1. Gesetzliche und normative Grundlagen
Betreiber kritischer Infrastrukturen sind gesetzlich und normativ verpflichtet, die Aufrechterhaltung ihrer Kernprozesse auch bei schweren Störungen oder Cyberangriffen sicherzustellen1. Hierbei dienen Standards wie ISO 22301 (Business Continuity Management) und der BSI IT-Grundschutz als Rahmenwerk1.
2. Business Impact Analysis (BIA) und RTO/RPO
Im Zentrum der Notfallvorsorge steht die Analyse kritischer Geschäftsprozesse1:
- Maximale Tolerierbare Ausfallzeit (MTO / MTD): Der Zeitraum, nach dessen Ablauf der Schaden durch einen Ausfall unvertretbar wird.
- Recovery Time Objective (RTO): Zielvorgabe für die Wiederherstellungszeit von IT/OT-Systemen.
- Recovery Point Objective (RPO): Maximal tolerierbarer Datenverlust (Zeitfenster bis zum letzten konsistenten Backup).
3. Technische und organisatorische Rückfallebenen
Da hochautomatisierte IIoT- und Leitsysteme kompromittiert oder stromlos sein können, sind resiliente Rückfallebenen essenziell1: